|
6. Folge: Sommergemüse
Gemüsesommer
Wir leben in einer Zeit, in der alles zu jeder Zeit verfügbar ist. Tomaten, Zucchini oder Auberginen haben ihren Platz im Supermarkt als mediterrane Standardware gefunden und schmecken an Weihnachten genauso wie im darauf folgenden September. Besonders gut schmecken diese Gemüsesorten aber im Sommer, denn natürliches Licht und Sonnenstrahlen sind wesentliche Faktoren für den delikaten Geschmack. Als Sommergemüse werden neben den Tomaten auch Bohnen, Zucchini, Gurken und Erbsen bezeichnet.
Der Sommer im eigenen Garten
Was in früheren Jahren noch selbstverständlich war, ist heute für viele Menschen ein gesundes und erholsames Hobby geworden. Dem Hobby-Gärtner macht es einfach Spaß, Tomaten, Zucchini oder die Bohnen beim Reifen zu beobachten. Nicht zu unterschätzen ist daneben die Freude an der eigenen Ernte.
In der Regel geschieht der eigene Gemüseanbau in natürlicher Weise- ohne die professionellen chemischen Helfer vieler Erzeuger, deren Produktion auf schnellen und kostengünstigen Ertrag ausgerichtet ist. Selbstgezogenes Gemüse verschafft Ihnen darüber hinaus die Sicherheit, gesundes und erntefrisches Gemüse zu genießen. Wer keinen eigenen Garten besitzt und trotzdem miterleben will, wie aus einem Samenkorn oder zarten Pflänzchen schmackhaftes Sommergemüse heranwächst, kann dieses auch auf dem Balkon oder der Terrasse beobachten. Große Tontöpfe mit einer Tomatenpflanze oder einer Zucchini wirken zudem überaus attraktiv zwischen all den herrlich blühenden Sommergewächsen. Zu den beliebtesten Sommergemüsesorten gehören:
Zucchini
„Zucca“ das italienische Wort für Kürbis ist ein eindeutiger Hinweis, dass die Zucchini ein Kürbisgewächs ist. Und da dieser „Zucca“ nur sehr klein geerntet wird, heißt er Zucchini. Vollständig ausgewachsen erreicht sie Kürbisgröße. Allerdings sind solche Exemplare in der Küche nicht gefragt. Am besten schmecken die kleinen von 10 bis 15 cm Größe.
Geerntet werden Zucchinis ab Juni, je nach Wetterlage bis in den Oktober. Kenner lieben die ganz jungen, kleinen Zucchinis, die obendrein noch leicht zu verarbeiten sind. Zucchinis werden nicht geschält: einfach den Stielansatz entfernen und in die gewünschte Form schneiden. Ihr Geschmack ist neutral bis leicht nussig. Man kann sie als Rohkost einsetzen, gebraten, gegrillt oder gedünstet essen. Ursprünglich beheimatet sind Zucchinis in Mexiko und Westindien. Über Italien fanden sie den Weg nach Deutschland.
Erbsen
Hobbygärtner wissen: Das Wachstum der Erbsen muss gut beobachtet sein. Wichtig ist der Zeitpunk für das Anbringen der Rankhilfen. Wird das optimale Reifestadium nicht erkannt, sind die Erbsen nicht mehr zart, sondern werden innerhalb ganz kurzer Zeit knallhart.
Die meisten Menschen kennen Erbsen nur aus der Dose oder aus der Kühltruhe. Gärtner und Bauern pflanzen Erbsen für den Frischverzehr immer weniger an. Nur noch selten kommen frische Sommererbsen auf den Esstisch. Zu wundern braucht man sich darüber nicht, schließlich ist die Zubereitung von frischen Gartenerbsen mit etwas Arbeit verbunden. Pflücken, ausbrechen, sortieren, blanchieren- aber die Mühe wird mit einem tollen Geschmack belohnt.
Buschbohnen
Buschbohnen sind unter Gärtnern sehr beliebt und geschätzt. Sie stellen keine besonderen Ansprüche während der Anbauzeit und schmecken äußerst herzhaft. Frühe Sorten sind schon zum Sommeranfang erntereif und können mehrfach abgeerntet werden. Vor dem Kochen entfernt man die Fäden zwischen den Schotenhälften. Im Kochtopf harmonieren Bohnen mit Tomaten besonders gut. Im Garten sollte man sie lieber weit entfernt anpflanzen.
Tomaten
Tomaten sind in Deutschland das Gemüse Nr. 1. Der spätsommerliche August ist der Tomatenmonat, denn viel Sonne und ausgiebiges Wässern machen sie saftig und aromatisch. Tomaten sind dazu noch urgesund. Von reifen Tomaten wird behauptet, dass sie für gute Laune sorgen, was auf den Tyramingehalt zurückzuführen ist. Neben den Vitaminen A und C findet man eine ansehnliche Menge Zink und Kalium. Die wiederum vertreiben Müdigkeit. Außerdem enthalten Tomaten Lycopin, ein besonders wirksamer Gesundheitshelfer. Es schützt unseren Körper vor dem Angriff von Viren und Bakterien und hilft gegen Infarkte.
|