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Indien – das Land, wo der Pfeffer wächst
Indien eine Handelsnation
Auch wenn es Marco Polo beim Großkhan gefiel, packte ihn doch ab und zu das Heimweh. Der Großkhan wollte die Polos aber nur ungern aus seinem Dienst entlassen. Ein glücklicher Zufall sollte den Polos schließlich doch die gesicherte Heimfahrt ermöglichen: An Kubilais Hof lebte eine Prinzessin mit Namen Cocoin, die mit dem Herrscher über Persien, König Argon, verheiratet werden sollte. Der Landweg war zu gefährlich, weil sich die verschiedenen Mongolenstämme immer wieder bekriegten. Marco Polo erhielt daher den Auftrag, die Prinzessin auf den Seeweg zu König Argon zu bringen. Danach durfte er zurück nach Venedig segeln. Auf seiner Rückreise besuchte er unter anderem Indien. Das Land der Gewürze beeindruckte den Kaufmannssohn nachhaltig.
Im Land, in dem der Pfeffer wächst
Das Land, in dem der Pfeffer wächst, und wohin wir so manchen unliebsamen Mitmenschen gelegentlich wünschen, ist Indien. Die Pfefferkörner sind die Beeren einer immergrünen Kletterpflanze. Die Früchte hängen an Rispen, die von der Form her an rote Johannisbeeren erinnern. Je nach Reifegrad sind die Beeren grün oder rot. Beim schwarzen Pfeffer handelt es sich um unreif geerntete, grüne Beeren. Nach dem Pflücken werden die grünen Pfefferkörner in der Sonne getrocknet und dabei schwarz und hart. Um weißen Pfeffer zu erhalten, werden die vollreifen, roten Beeren etwa eine Woche lang gewässert. Anschließend zieht man die Fruchthaut ab und trocknet die Beeren in der Sonne. Dabei bleichen ihre Farbpigmente aus und sie enthalten ihre weißgelbliche Farbe.
Curry – der indische Exportschlager für England
Curry ist vermutlich die bekannteste Gewürzmischung weltweit. Sie ist zwar ein indisches Produkt, jedoch genau genommen eine Erfindung der Engländer. Marco Polo fand in Indien noch kein Curry vor, sondern nur dessen einzelne Gewürzbestandteile – wie Kurkuma, Kardamom, Kreuzkümmel, Pfeffer, Koriander, Piment und Bockshornklee. Jede Hausfrau mischt in Indien ihr Curry selbst. Das Wort Curry hat in Indien außerdem eine ganz andere Bedeutung: Inder verstehen unter einem Curry ein gut gewürztes Fleisch- oder Gemüsegericht mit einer sämigen Sauce. Currys werden in Indien mit Reis gegessen und als Hauptgericht serviert. Madras, eine Hafenstadt in Südostindien, war ein wichtiger Umschlagplatz für die Curry zur Kolonialzeit der Engländer. UBENA hat Curry Madras im Programm. Es handelt sich dabei um eine fruchtig-milde Curry-Mischung, während das Curry Bombay von UBENA würzig-scharf schmeckt.
Masalas – Gewürzmischung auf Hindu
Masala ist das indische Wort für Gewürzmischung. Die neben Curry über Indien hinaus bekannteste Gewürzmischung ist Garam masala. Garam ist mit dem Begriff „heiß“ zu übersetzen und bedeutet, dass es sich um Gewürze handelt, die im Körper Hitze verursachen. Dazu zählen Zimt, Nelken, schwarzer Pfeffer und schwarzer Kardamom. In kleinerer Menge werden auch Fenchel, grüner Kardamom und Lorbeer hinzugefügt. Kein Garam masala ähnelt dem anderen; für ein Hochzeitsmahl werden in einigen Familien sogar Rosenblüten untergemengt. Sie versprechen eine besonders sinnliche Hochzeitsnacht fürs Brautpaar und ihre Gäste. Insbesondere Fleischgerichte werden mit dieser im Aroma sehr kräftigen Gewürzmischung abgeschmeckt. Falls Sie selbst Garam masala herstellen wollen, verwenden Sie zu gleichen Teilen gemahlen Zimt, gemahlene Nelke und gemahlenen schwarzen Pfeffer und geben ein wenig schwarzen Kardamom hinzu. Bewahren Sie die Mischung in einem fest verschließbaren Schraubglas auf. Die Haltbarkeit entspricht dem Mindesthaltbarkeitsdatum der einzelnen Gewürze.
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