Myanmar, das ehemalige Birma
Exotische Gewürze kombiniert mit Nudeln und Reis

Fremdartiger und reicher Landstrich
Ob Marco Polo jemals im heutigen Myanmar war, weiß man nicht genau, die Wissenschaftler streiten darüber noch. In seinem Reisebericht beschreibt er jedenfalls den Norden des Landes als eine menschenleere, stark bewaldete Gegend, in der es vor allem Elefanten, Einhörner und andere wilde Tiere gebe. Das Land war einst reich an Gold und Edelsteinen. Lange Zeit galt daher Birma als Eldorado Asiens. So ist es nur verständlich, wenn auch der mongolische Großkahn das Land unbedingt unter seine Herrschaft bringen wollte und dazu drei Feldzüge unternahm. Außerdem lässt sich vermuten, dass auch der venezianische Kaufsmannssohn durchaus eigene wirtschaftliche Interessen verfolgt hat, auch wenn er sich dazu in seinem Reisebericht nicht äußert. Er lässt den Leser nur wissen, dass die Einwohner das Gold gegen Silber eintauschten, welches Händlern aus China und Indien eingeführten.

Balchaung – die Gewürzmischung des Südens
In Nieder-Myanmar, das sich vom Ayeyarwadi-Delta bis zum tief im Süden liegenden Tanintharyi am Isthmus von Kra erstreckt, ist Fisch die wichtigste Eiweißquelle. Ihn gibt es im nahen Meer und in den zahlreichen Flüssen und Kanälen in verschwenderischer Fülle. Neben frischem Fisch und frischen Meeresfrüchten spielen getrockneter Fisch, Tintenfisch sowie getrocknete Garnelen oder Shrimps als Snack oder würzende Zutat eine besondere Rolle. Kleine getrocknete Garnelen werden Salaten, Suppen oder Hauptgerichten beigefügt. Ohne die Gewürzmischung Balchaung, einer Kombination aus zerstampften getrockneten Garnelen, angebratenem Knoblauch, Zwiebeln, Essig und Chilipulver, kommt kein südbirmanisches Gericht aus. Die scharf-saure, salzige und knusprige Mischung lässt sich auch gut mit UBENA Gewürzen und getrockneten Garnelen selbst herstellen: Geben Sie UBENA Zwiebelsalz, UBENA Knoblauch granuliert, UBENA Chili und getrocknete Garnelen in einen Mörser und zerstampfen das Ganze gut. Zum Schluss rühren Sie etwas Essig unter die Gewürzmischung. Sie werden begeistert sein.

Curry – die Gewürzmischung in der Zentralebene
Die Berge um Myanmars Zentralebene bei Mandalay machen diesen Landstrich zur trockensten Region des Landes. Aufgrund der Entfernung zur Küste sind die Bewohner auf Fisch aus lokalen Gewässern – Flüssen, Bewässerungskanälen oder Stauseen – angewiesen. Auf den kargen Feldern wachsen dank künstlicher Bewässerung Bohnen, Sorghum – eine Hirseart – und Linsen, die die dortige Küche bereichern. Bevorzugt werden für den Curry Schweine- und Rindfleisch. Da dieses Land schon immer ein Transitland für den indisch-chinesischen Handel war und die Bewohner auch selbst Handel trieben, kannten sie auch die Gewürzmischungen, die wir normalerweise mit Indien verbinden und nutzten sie auch.

Nudelsuppe und gelb gefärbter Reissalat
In den fruchtbaren Ebenen des Shan-Staates hingegen wächst Gemüse und Obst in ausreichender Menge. Die Shan haben zudem ihre eigenen Spezialitäten, wie zum Beispiel die herzhafte Shan-Nudelsuppe „shan hkauq sweh“ oder den durch Kurkuma gelb gefärbten Reissalat „htamin chin“. Die Kurkumapflanze wird schon seit über 2 000 Jahren in Südostasien bzw. Indien kultiviert. Um Kurkumapulver zu gewinnen, wird der Wurzelstock der Pflanze geerntet. Die Rinde der Wurzel ist gelbbraun und das Innere orangefarben. Nach der Ernte wird die Wurzel kurz überbrüht und dann getrocknet. Danach wird die äußere Schicht entfernt. Getrocknete Kurkamawurzeln sehen aus wie kleine Aststücke, die in Currypulver gewälzt wurden. Kurkuma riecht wie Ingwer, schmeckt aber würzig und ist im Aroma kräftiger als Ingwer. Nur selten findet man Kurkuma im Gewürzregal, er ist aber der gelbfärbene Bestandteil des Currypulvers. UBENA bietet sowohl Kurkuma als auch Currypulver an.

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